Erinnerungen an die Zeit als Garde-Mädchen
Von Angelika Waschek
Gerne denke ich an meine nun schon über 10 Jahre zurückliegende Gardezeit.
Zwar war es immer ein bißchen stressig mit der ganzen Proberei und der
Kostümnäherei, aber letztendlich wurde man immer mit viel Beifall von den
Zuschauern belohnt. In der heutigen Zeit ist es wohl noch viel schwerer, das
Publikum zu begeistern, zumal man durch Funk und Fernsehen schon sehr
verwöhnt ist. Aber ich kann die Mädels heute nur anfeuern, weiter zu machen,
denn es ist immer eine Augenweide, die Wolterdinger Garde in Aktion zu sehen.
In meiner Gardezeit hatten wir Auftritte als Can-Can-Tänzerinnen,
Westerngirls, Till Eulenspiegel, Tänzerinnen in Flammenkleidern und
Hawai-Mädchen. Neben dem Bunten Abend und Auftritten in den umliegenden
Ortschaften, waren wir 1986 beim
Garnisonsball in Donaueschingen eingeladen. Sowohl für die
Deutsch-Französische Gesellschaft, wie für uns war es ein besonderes
Erlebnis. Die Leute waren so begeistert von unserem Can-Can, daß sie uns für
zwei weitere Jahre verpflichtet hatten. Das beste an diesem ersten Auftritt
war, daß unsere damalige Maskenbildnerin Ute aus Villingen ihren Mann fürs
Leben gefunden hatte und ihn auf der Stelle weg heiratete. Natürlich durften
wir an der Hochzeit nicht fehlen und sind in unseren Kostümen Spalier
gestanden.
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