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zurückSpatenstich zum Baubeginn des Hochwasserrückhaltebeckens

Politik Von Umweltministerium, 19. 07. 2006

Das Land Baden-Württemberg investiert in Wolterdingen 15 Millionen Euro in den zentralen Baustein des Hochwasserschutzkonzeptes für die Donau - sechs Millionen Euro werden von 23 Anliegergemeinden beigesteuert.

An der Breg erfolgte am 13. Juli 2006 im Beisein von Umweltministerin Tanja Gönner der erste Spatenstich für den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens.

"Mit dem Projekt wird ein zentraler Baustein zur Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes an der Donau bis kurz vor Ulm angegangen." Das Hochwasserrückhaltebecken Wolterdingen sei die wichtigste technische Hochwasserschutzmaßnahme im 'Integrierten Donau Programm', betonte Umweltministerin Tanja Gönner. Das Rückhaltebecken hat ein Fassungsvolumen von 4,7 Millionen Kubikmetern. Bei Gesamtkosten von rund 21 Millionen Euro investiert das Land rund 15 Milli-onen Euro in das Bauprojekt. Die restlichen sechs Millionen Euro werden von 23 Anliegergemeinden aufgebracht.

Mit dem neuen Rückhaltebecken könne der Hochwasserabfluss so gedrosselt werde, dass die Wirkung bis kurz vor Ulm nachweisbar sei, erläuterte Tanja Gönner. "Nach seiner Fertigstellung bis zum Jahr 2011 werden die Städte und Gemeinden entlang der Donau über einen wesentlich verbesserten Schutz gegen Hochwasser verfügen. Zusammen mit örtlichen Anpassungsmaßnahmen in den Donau-Anliegerkommunen, die bereits zu einem großen Teil umgesetzt sind, erhalten die Städte und Gemeinden an der Donau einen Schutz gegen ein so genanntes 100-jährliches Hochwasser - also eines, das statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt."

Beim Hochwasserschutz verfolge das Land eine ganzheitliche Strategie, betonte Ministerin Gönner. Diese umfasse neben den technischen Maßnahmen ein gezieltes Hochwassermanagement und das gemeinsame Handeln von Land und Kommunen zur Vorsorge wie auch zur Minderung von Hochwasserschäden. So würden zurzeit in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen Land und Kommunen flächendeckend für das Land Hochwassergefahrenkarten erstellt. Für die Donau wurden diese Karten bereits im Rahmen des Integrierten Donau Programms ausgearbeitet.

"Wir haben außerdem ebenfalls landesweit zwischenzeitlich zwölf Hochwasserpartnerschaften eingerichtet. Sie verbessern vor allem den Erfahrungsaustausch und stärken das Bewusstsein für Hochwassergefahren sowie das Know-how zur Gefahrenabwehr und zur Vermeidung von Schäden vor Ort ", zeigte sich Gönner überzeugt. Auch an der Donau bestehe bereits seit 2004 eine sehr aktive Hochwasserpartnerschaft, mit dem Schwerpunkt 'Einsatz- und Alarmplan'. Die unterschiedlichen Bausteine ermöglichten gemeinsam mit den Vorhersagen der Hochwasservorhersagezentrale des Landes eine effektive Hochwasservorsorge, so Gönner. "Wir sind auf gutem Weg. Wir haben aber auch noch ein gutes Stück Arbeit vor uns."

Einen hundertprozentigen Hochwasserschutz werde es aber auch in Zukunft nicht geben, mahnte Gönner. Die Naturgewalten seien nie bis ins Detail vorhersehbar und kalkulierbar. "Wir wollen dennoch weitere Vorkehrungen treffen, um auf extreme Wetterereignisse und ihre Folgen noch besser vorbereitet zu sein." Dazu zähle auch eine ausreichende private Vorsorge, mahnte Gönner. "Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, die eigenen Möglichkeiten, Vorsorge zu treffen, auszuschöpfen."

Hier finden Sie weitere Informationen zum Hochwasserschutz und hier gibt es ein Faltblatt als pdf

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